Exploit

Ambidextrie bedeutet, dass jedem Unternehmen zwei „Betriebssysteme“ zur Verfügung stehen, von denen einer der Explore-Modus, der andere der Exploit-Modus ist. Unternehmen benötigen auf lange Sicht hin beide Modi, das heißt, sie müssen beide Modi beherrschen und je nachdem, welche Anforderung sich stellt, in den einen oder anderen Modus wechseln – genau wie eine Fußballmannschaft, die je nach Spielverlauf defensiver oder offensiver spielt.

1. Was bedeutet Exploit-Modus?

Exploit-Modus, der Steckbrief zu Zielsetzung, Merkmalen, Vor- und Nachteilen und dem Vorkommen

Im Exploit-Modus kann das Unternehmen wie ein perfektes Uhrwerk angesehen werden. Jedes Rädchen, jedes Bauteil sitzt am richtigen Platz und erfüllt seine Funktion – die Abläufe sind schnell, schlank und effizient. Ressourcen werden geschont, in Produktionsprozessen werden die Prozesse optimiert und die Qualität verbessert.

Der Exploit-Modus kann nur so ablaufen, wenn bestimmte Rahmenbedingungen gegeben sind: Traditionell sind ein hierarchischer Aufbaue der Organisation mit klaren Zuständigkeiten und Funktionen wesentliche Voraussetzungen für das „Uhrwerk“. Das schnelle Auffinden und Korrigieren von Fehlern ist zentral, da durch Fehler meistens das Prinzip der Ressourcenschonung verletzt und der Output verschlechtert wird. Oft findet eine Kontrolle statt und das Arbeitsergebnis wird mit einem allgemein anerkannten Standard oder vorher festgelegten Zielgrößen verglichen und bewertet. In Exploit-Umgebungen ist meist auch ein mehr oder minder umfangreiches Zahlenwerk an KPIs sowie die Verpflichtung von Dokumentation vorzufinden.

2. Warum reicht der Exploit-Modus alleine nicht aus?

Der Exploit-Modus ist auf das Bewahren des Guten, Erprobten und Bewährten ausgerichtet. Er nutzt die bereits vorhandenen Ressourcen und bemüht sich um reibungslose Abläufe und stetige Verbesserung in kleinen Schritten. Große Sprünge sind mit dem Exploit-Modus eher nicht vorgesehen – das liegt unter anderem daran, dass die Grundannahme, dass man im Prinzip das Richtige tut, nicht in Frage gestellt wird. Es ist nicht die „Aufgabe“ des Exploit-Modus, nach Sinn zu fragen. Er fragt eher: Wie können wir das, was wir tun und wovon wir ohnehin überzeugt sind, schneller, besser, schlanker, effizienter erledigen? Er fragt nicht danach: „Ist es sinnvoll? Wird unser Produkt am Markt ewig bestehen? Von welchen Trends und Entwicklungen sind wir bedroht?“

Diese Fragen zu stellen und aus den teilweise wahrscheinlich unbequemen Antworten einen Plan zu formen, wird im Explore-Modus erledigt.

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